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ICH LAS EINE GESCHICHTE


Ich habe vor kurzem eine Geschichte über eine junge Frau, die in einem Wildpark arbeitete, gelesen. Sie machte den Fehler und steckte den Arm in den Käfig eines gerade neu angekommenen Tigers. Sie wollte ihn nur streicheln.

Der Tiger schnurrte, dann begann er ihren Arm zu lecken. Unwillkürlich versuchte sie den Arm aus dem Käfig zu ziehen. Instinktiv biss der Tiger zu und riss ihren Arm ab.

Neulich hat ein 78 Jahre alter Kaplan hier in der Terrell Abteilung seinen Arm in die Zelle eines Insassen gesteckt ( vielleicht um ihn zu trösten ), und der Insasse hat dessen Arm gegriffen und angefangen in zu verletzen. Ich weiß weder, was ihn dazu veranlasst hat, noch kann ich es billigen. Vielleicht tat er es aus Instinkt?

Es ist 2.52 morgens und ein Beamter kam gerade mit unseren Snacks. Als ich gefragt wurde, ob ich essen wollte, antwortete ich: "Ja!" Ich knipste mein Licht an und stand wartend darauf, dass er meinen Nahrungsklappe öffnen und meine Tüte durchschieben würde, wie sie es normalerweise tun. Anstatt meine Tüte zu bekommen, wurde mir gesagt:" Okay, nun geh und setz Dich auf Deine Pritsche." Ich sagte ihm, er könne es vergessen. Er erwiderte ich soll mich gleich daran gewöhnen, weil es von nun an so gemacht werden wird.

Anscheinend sollen wir so lange auf unseren Pritschen sitzen, bis unsere Tüten in die Öffnung gestellt worden sind. Nachdem der Beamte wieder in sicherer Entfernung ist, und nur dann, dürfen wir kommen und unsere Beutel abholen, zurückziehen in die dunkle Nische unserer Zellen und hungrig unsere lang erwartete Nahrungsration verschlingen.

Zur Zeit kann ich noch eine Mahlzeit ablehnen, weil ich noch Vorräte aus dem Laden habe. Ich kann auf das Leiden durch die unwürdige Behandlung als ein wildes Tier oder Haustier, das Kunststückchen macht, um sein Fressen zu bekommen, verzichten. Wenn ich "sitz!" und "Platz!" mache, werden sie mich dann bald auffordern zu " roll Dich rum und spiel tot!"?

Ich nehme an, dass, wenn ich keinen Lebensmittelvorrat mehr habe, ich auch solche "Kunststücke" machen werde, um an die Nahrung zu kommen, die sie für mich haben. Ich muß essen, richtig? Ich brauche Nahrung, um zu überleben. Überleben ist ein grundlegendes tierisches Bedürfnis.

Seit wir hier in Terrell ankamen, sind wir wie Untermenschen behandelt worden. Selten sind wir direkt von den Wachen angesprochen worden und physischer Kontakt mit anderen Häftlingen ist total ausgeschlossen. Wir werden wie Tiere in einem Zoo behandelt, eingepfercht und zusammengedrängt bei Anlässen wie z.B. für "Hofgang", Dusche oder seltene Gelegenheiten wie Besuche.

Wenn man Menschen wegschließt und sie wie Tiere behandelt, dann ist es nicht vermeidbar, dass manche anfangen, sich wie Tiere zu verhalten. Da die Debatte um die Todesstrafe anwächst, haben wir mehr Menschen, die sich zugunsten von uns einsetzen. Es schadet der Bewegung, wenn ein Gefangener so etwas tut wie zum Beispiel bei dem Kaplan.

Aber ich möchte noch einmal an den Vorfall mit der jungen Frau und dem Tiger erinnern. Als sie später interviewt wurde, setzte sie sich für das Leben des Tigers ein, als der Staat von Colorado debattierte, ob man das Tier töten sollte. Sie sagte:" Wenn man ihn jetzt tötet, dann wird alles, was ich getan und durchgemacht habe sinnlos."

Bitte setzt den Kampf für uns alle fort.

James V. Allridge III