to infos from and about james james' art fund for life - news & notes guest spots




newsIV


newsIII


newsI


GÄSTEBUCH LESEN



en fr

Fund For Life News and Notes

4. Ausgabe Sommer 2001



In dieser Ausgabe:
Eilige Aktualisierung des Berufungsverfahrens
Sterben um etwas Schlaf zu bekommen
Beendigung? von Dominique Green
Wenn Bestrafung zu einem Verbrechen wird
Aktualisierung über Texas Legislative
Buchankündigung und mehr...


Herzliche Grüße an Euch, meine Helfer und Unterstützer,

Ich glaube nicht so sehr an "Numerologie", aber einige Schlüsselerlebnisse in meinem Leben fallen auf ein entsprechendes Datum.

Am 2. März 2000 wurde ich gemeinsam mit den meisten aus dem Todestrakt nach Terrell Unit verlegt. Genau ein Jahr später, am 2. März 2001, lehnte das Bundesgericht nicht nur unsere Bitte für eine Beweisaufnahme, sondern auch den Writ of Habeas Corpus ( Haftprüfungsbefehl) ab. Mein Anwalt vermutet, dass innerhalb eines Jahres meine gerichtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sein werden. Mehr dazu weiter hinten.

Während George W Bush Gouverneur von Texas war, leitete er über 150 Hinrichtungen. Seitdem er das Amt des Amerikanische Präsidenten innehat, leitete er schon 2 Hinrichtungen - die von Timothy McVeigh und Juan Raul Garza. Er war erst 6 Monate im Amt.

Die texanische Legislative hat sehr hart gearbeitet und einige positive Schritte gemacht, aber sie weigert sich, von einigen Punkten abzurücken.

Mit der Unterstützung von Freunden war ich während der letzten Monate sehr beschäftigt. Wir haben jetzt sowohl eine e- Gruppe als auch eine Webseite eingerichtet. Außerdem habe ich meine gedruckten Grußkarten erweitert.

Diese Ausgabe ist vollgestopft mit Neuigkeiten und Informationen. Viel Vergnügen. Falls jemand weitere Kommentare, Vorschläge oder Ideen für die nächste Ausgabe hat, teilt es mir mit oder schreibt mir eine e-mail. Ich freue mich von Euch zu hören.

Wenn wir stark sind, dann spricht unsere Stärke für sich selbst. Wenn wir aber schwach sind, dann helfen auch keine Worte.


Wenn Strafe zu einem Verbrechen wird:
Der Versuch, ein Gleichgewicht zu finden


Ein 70 Jahre alter Mann geht in eine Bank und reicht der Kassiererin einen Zettel mit der Forderung nach 2 Zwanzig - Dollar - Banknoten. Dann bittet er die Kassiererin die Polizei zu rufen und er teilt ihr mit, dass er in seinem Auto sein wird, um eine Zigarette zu rauchen. Genau dort hat die Polizei ihn nach ihrer Ankunft gefunden. Als man ihn fragte, warum er die Bank ausgeraubt hatte, erklärte er, dass er gerade aus dem Gefängnis entlassen war. Seine Familie und Freunde sind fort und er hat keinen mehr. Er möchte zurück.

In Florida erregten zwei Fälle landesweit Aufsehen: Lionel Tate, 12 Jahre alt, wurde wie ein Erwachsener der Prozess gemacht und verbindlich zu lebenslang verurteilt, ohne die Möglichkeit zu einer späteren Entlassung zu gewähren für die fatale Erschlagung von der 6 Jahre alten Tiffany Eunick. Er imitierte Wrestling Bewegungen, als er das Mädchen wiederholt bis zu ihrem Tod schlug.

Ein anderer Junge, Nathaniel Brazill, erwartet dieselbe Strafe für die Erschießung seines Englischlehrers Barry Grunow, nachdem er vorübergehend von der Schule für das Werfen von Wasserballons ausgeschlossen worden war. Er war zur Tatzeit erst 13 Jahre alt.

Übertriebene Urteile

Hier haben wir beide Enden des Spektrums. Während der letzten zwei Dekaden, resultierten aus der harten Vorgehensweise gegen Verbrechen schärfere Urteile. Das verbindliche Minimum für Drogendelikte und das "Drei Taten" Gesetz für Gewohnheitsverbrecher haben dazu beigetragen, dass die landesweite Anzahl der Gefängnisinsassen die 2 Millionen überschreiten.

Wegen der anwachsenden Zahl an Häftlingen, der Gefängnisreform und den Kürzungen im Gefängnisbudget, haben sich Strafvollzugsanstalten vom Ziel der Resozialisierung weit entfernt. Gefängnisbüchereien, Beschäftigungstherapie und Vorbereitung aufs Berufsleben sind eingestellt worden. Daraus folgt, dass die Entlassenen zur Arbeit gezwungen sind, oder sie müssen zurück ins Gefängnis. Zusätzlich zur Freilassung bekommen sie einen Busfahrschein, 50 Dollar, und einen Zettel mit dem Namen des Bewährungshelfers. Aber wohin sollen sie gehen? Die Gesellschaft hat wenig Sympathie für diese Männer, weil sie einen Fehler als Erwachsene gemacht haben und nun mit diesem Fehler leben müssen.

Wenn Kinder als Erwachsene behandelt werden

Ich bemerkte beim Lesen von all den Zeitungsartikeln über die 12 und 13 Jahre alten Personen, dass merkwürdigerweise in keinem dieser Berichte sie als "Männer" bezeichnet wurden. Sie wurden immer als "Jungen" erwähnt und das ist richtig so. Es ist schwer zu verstehen, warum die Gesellschaft - eine Jury aus ihrer Mitte? - entscheiden konnte, dass Kinder, nicht alt und reif genug, um rationale Entscheidungen über Rauchen, Autofahren, Alkoholkonsum, Arbeit, oder für die Wahl von Leuten, die Entscheidungen über den Rest Ihres Lebens fällen, zu treffen, als erwachsen betrachtet wurden und dazu verurteilt wurden, den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen zu müssen.

Ich befürworte in keiner Weise, dass ein Verbrechen, besonders bei Mord, ungestraft bleiben sollte. Aber ein Leben ohne die Möglichkeit zur Entlassung für ein Kind von 12 oder 14 Jahren? Was wird aus diesen "vom Staat erzogenen Kindern" werden?

Ich glaube, es ist kein Zufall, dass in einer 1998 von Amnesty durchgeführten Studie gefunden wurde, dass nicht nur die Gesamtzahl an Jugendlichen, die als Erwachsene vor Gericht behandelt wurde, wächst, sondern dass auch schwarze und Latino - Jugendliche überproportional nach Erwachsenenrecht verurteilt wurden. Könnte dies ein Genozide des 21. Jahrhunderts sein?

Zerstörte Hoffnung

So sind die Gefangenen sicher hinter Schloss und Riegel. Und was nun? Wie will die Gefängnisleitung die Personen kontrollieren, die eine Strafe von 40 Jahren zu verbüßen haben? Was ist mit denen, die niemals wieder in Freiheit kommen? Was geht in einer Person vor, wenn man sagt:" Ganz egal, wie Dein Benehmen ist; egal, wie viele Klassen Du im College schaffst, egal, wie viele Berufsausbildungen Du machst; egal, wie reumütig Du bist, und egal, wie viel Du als Wiedergutmachung zahlst, wir werden Dich niemals gehen lassen. Punkt." Ich frage Euch, was für einen Grund könnte es für so eine Person geben "gut zu sein" ?

Meine Vermutung ist, dass ein Teil des Problems in der Kurzsichtigkeit der Politiker liegt, die diese verbindlichen Urteile als Gesetze erlassen. Die Bevölkerung möchte sich sicher fühlen und die hart gegen Verbrechen redenden Politiker haben viele Wähler davon überzeugt, dass die Personen, die gegen das Gesetz verstoßen, "weggeschlossen und dann der Schlüssel weggeworfen werden sollte". Die Idee scheint auf kurze Sicht gut zu sein, weil die meisten Politiker nur für 2 oder 4 oder 6 Jahre im Amt sind. Aber was wird nach 15 oder 20 oder 35 oder 40 Jahren geschehen, wenn diese Kriminellen ihre Zeit abgesessen haben? Vielleicht nicht alle, aber früher oder später werden einige von ihnen frei kommen - auch wenn sie dann in ihren siebziger sein werden und die Gesellschaft fühlt sich sicher, wenn sie frei sind, weil sie dann keine Gefahr mehr darstellen.

Aber was geschieht mit diesen alten Männern, wenn sie rauskommen und keinen Ort haben, zu dem sie gehen können? Die meisten, wenn nicht sogar alle Mitglieder ihrer Familie werden nicht mehr da sein. Die Nachbarschaft hat sich verändert. Weil sie die meiste Zeit ihres Lebens eingesperrt waren, werden sie keinen Job gehabt haben und so werden sie nicht einmal Sozialhilfe beantragen können. Mit nachlassender Gesundheit, werden sie abhängig von Hilfsprogrammen, die vom Steuerzahler bezahlt werden, um ihre Not zu lindern. Oder, vielleicht sind sie wie der alte Mann am Anfang dieses Artikels und begehen neue Verbrechen, um wieder zurück in ihre alte Umgebung, die einzige, die sie kennen, zurückkehren zu können. Egal, die Last wird so oder so auf den Steuerzahler fallen.

Ich bin kein Soziologe oder Spezialist für Strafrechtsverfahren. Ich bin nur ein Gefangener, der hier sitzt und hofft, dass er eines Tages die Erlaubnis bekommt, wieder in die Gesellschaft zurückkehren zu dürfen. Ich klammere mich an diese Hoffnung. Warum? Weil für mich ein Leben ohne Hoffnung auf etwas nicht lebenswert wäre. Wenn Du einer Person die ganze Hoffnung wegnimmst, dann zerstörst Du ihre Seele. Der Gesellschaft würde es dienen, wenn sie die Balance zwischen Strafe und Gerechtigkeit, Gnade und Versöhnung finden könnte. Es ist unsere einzige Hoffnung.


NEUERSCHEINUNGEN


Cathy D. Knepper, Koordinator für Amnesty International im Staat Maryland und eine langjährige Freundin und Unterstützerin von mir hat ein Buch geschrieben.
Greenbelt, Maryland - a Living legacy of the New Deal ($39,95 hardcover, 304pp, 0-8018-6490-9), Es konzentriert sich auf das vom Tabakanbau ausgelaugte Land zwischen Baltimore und Washington D.C. Die Gemeinde wurde gegründet in den 1930igern und sollte eine Heimat für Familien mit geringem Einkommen sein und Arbeit für ihre Erbauer bringen.
Cathy beschreibt den Ursprung von Greenbelt, die Ideologie ihrer Gründer, ihren Kampf, um eine als Kooperative geplante Gemeinschaft in den kapitalistischen Vereinigten Staaten zu gründen.
Um eine Zusammenfassung zu lesen oder on-line zu bestellen, besucht diese Seite.

Von Chan Lowe, Sun-Sentinel, FORT LAUDERDALE FL

Es gibt keine hoffnungslosen Situationen - nur Personen, die hoffnungslos sind.


A FLOWER

by Margery R. Layton

A color,
A smell,
A growing up,
A streching out,
A blowing by the wind,
A standing still,
A being shined on,
A being rained on,
A being there in the ground,
A saying "no" to the weeds,
A staying a flower!



NACHRICHTEN ZUM THEMA TODESSTRAFE


Amnesty Internationals Beifall und Hohngelächter

Gouverneur George Ryan von Illinois wurde zum Menschenrechtshelden von Amnesty International ernannt, weil er ein Moratorium für die Todesstrafe in seinem Staat erlassen hatte, nachdem 13 Insassen aus dem Todestrakt entlassen worden waren.

Auf der anderen Seite wurde Texas Gnadenausschuss von Amnesty mit "Menschenrechts - Schurke" bezeichnet.

Der texanische Ausschuss wird zitiert " wegen Durchführung eines fehlerhaften Strafsystem bei Kapitalverbrechen" das " gegen Texas eigenem Gesetz des öffentlichen Treffens ( Open Meeting Act)verstößt". Amnesty klagt an, dass viele der Entscheidungen des Ausschusses im Geheimen getroffen werden. Mitglieder des Ausschusses können nicht zu einem Kommentar erreicht werden.


Das Hinrichten von geistig zurückgebliebenen Personen

Gouverneur Rick Perry stoppte das Bemühen, Hinrichtungen von geistig Zurückgebliebenen zu verbieten. Er legte sein Veto am letzten möglichen Tag ein, an dem sonst das Gesetz ohne seine Unterschrift verabschiedet worden wäre.

Er argumentiert, dass genug Sicherheit, um geistig kranke Kriminelle schützen, vorhanden sei. Jedoch ist Florida der 15. Staat, der die Hinrichtung von geistig zurückgebliebenen Tätern verbietet.


Lebenslänglich, ohne die Möglichkeit je wieder frei zu kommen, wurde abgelehnt

Ein Gesetzesvorschlag, der es den Juroren erlaubt hätte Mörder zu lebenslänglich zu verurteilen, ohne Möglichkeit, je wieder frei zu kommen, wurde abgelehnt. Einige der Staatsanwälte und Juristen erhoben Einwände gegen den Gesetzesvorschlag, da es dann schwierig würde, Urteile mit der Todesstrafen zu bekommen.


Das Crimes Law passierte

Gouverneur Rick Perry unterzeichnete den James Byrd Hate Crime Act. Das Gesetz sieht härtere Strafen für Verbrechen, die durch Rassismus, Farbe, Geschlecht, Behinderung, sexuelle Vorlieben, Alter oder nationale Herkunft motiviert wurden, vor.


Texas überprüft Verteidigungssystem für Arme

Gouverneur Rick Perry unterschrieb als Gesetz, dass das texanische System, um Verteidiger für mittellose Angeklagte zur Verfügung zu stellen, überarbeitet werden muß. Nach dem neuen Gesetz müssen die vom Gericht bestimmten Anwälte innerhalb drei Tagen, nachdem der Angeklagte einen angefordert hat, ernannt sein und minimale Anforderungen an Ausbildung und Erfahrung erfüllen.

Texas gibt $19,7 Millionen aus, um in 254 Bezirken die Verteidigung von Mittellosen zu zahlen.


Racial Profiling

Gov. Rick Perry hat ein Gesetz eingesetzt, das die gesetzesdurchsetzenden Agenturen von Texas zwingt, eine schriftliche Regelung einzusetzen, dass es verhindert, dass Verdächtige aufgrund ihrer Rasse verdächtigt werden.

Wenn auch morgen die Welt zu Ende ist, pflanze ich heute einen kleinen Baum.
Martin Luther



CLOSURE?

by Dominique Green

To describe the death penalty in a word, one would need look no further than "hypocrisy". Where's the logic in telling someone it's wrong to kill when we as citizens have, by law, made it right? If rationalization were plain and simple, this subject wouldn't need much debating. But often what we think loses out to what we feel and by the time we understand the gravity of our mistakes, it's a tad bit too late.

The loved one left behind from victims of violent crime are a prime example. They are left with wounds that run deep. So deep that the only thing they most want is to hurt the person who caused them hurt. At the urging of politically active prosecutors, advocacy groups have become the tools to play on those emotions by convincing them the death penalty is the outlet they seek to heal their scars and bring forth closure.

Unfortunately, what many don't contemplate is how their loved one would want to be remembered. I know if I died, I'd want to be remembered for something positive like affecting and possibly changing people's lives, not turning my loved ones into killers of faceless nobodies, which many people on Death Row are. But the rage is so blinding and all-consuming, this is often given no thought. Emotions have driven the families of some victims to not only push for the death penalty, but to also attend the killer's execution. Sadly, after it was all over and done with, many have come to admit that it was not what they expected and that they were not closer to finding closure than they were at the beginning.

However, state lawmakers who campaigned on a "though on crime" platform will leave them with nowhere to go and no one to turn on. Their only choice will be to chalk it up. Once the killer is executed, the state no longer feels obligated to the victim's survivors so they are forgotten. Had the victim's survivors known the power the death of their loved ones possessed, they could have made it amount to something more than just another senseless killing.

More than likely the killer, having no one that cares about him, will be no great loss to anyone.

If this is the case, why not teach him how to appreciate life? Why not work to help or cure him? Being in prison for life (the sentence he would get other than death) would give him a chance to learn from his mistakes, grow and possibly become one of society's great contributors.

We hear everyday about prisoners making gifts for homeless children for Christmas, donating drawings, crafts and poetry to fundraising events or even becoming writers of enlightening material. Wouldn't allowing him to do these things in the victim's name be giving them a better way to be remembered ? After all, as long as their killers are alive, so remains their memory. Why ask for less than those precious memories are worth? Or is forgetting them both completely the only way we can allow ourselves to find true closure?